Ein umfassender Leitfaden zu giftigen Lebensmitteln für Haustiere

Wie oft hat Ihre Mutter Sie geschimpft, weil Sie Ihr Haustier am Tisch gefüttert haben? Einem Haustier „Menschenessen“ anzubieten, fördert nicht nur schlechte Manieren: In manchen Fällen kann es sogar um Leben und Tod gehen. Hier ein Leitfaden zu giftigen Lebensmitteln, an die Ihre Haustiere niemals herankommen sollten:
Die drei großen K giftiger Lebensmittel
Egal welches Haustier Sie haben: Lassen Sie es nie an Schokolade (Kakao), Kaffee oder Koffein. Diese drei enthalten sogenannte Methylxanthine, die unter anderem in der Kakaobohne vorkommen. Sie verursachen alles von Erbrechen und Durchfall über starken Durst bis hin zu Krampfanfällen und sogar zum Tod. Denken Sie also immer an die drei großen K.
Alkohol
Haustiere dürfen niemals alkoholische Getränke oder alkoholhaltige Lebensmittel bekommen. Manche finden es lustig, Tieren Alkohol zu geben, doch er kann Durchfall, Erbrechen, Atemprobleme, Zittern, Koma und in manchen Fällen den Tod verursachen.
Avocado
Avocados gelten oft als Superfood, für Haustiere sind sie aber alles andere als super. Alle Teile der Avocado, von den Blättern des Baums bis zur Frucht selbst, enthalten einen Stoff namens Persin, der für Hunde, Vögel und Nagetiere giftig ist. Persin verursacht Atembeschwerden, kann zu Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge führen und endet oft tödlich.
Trauben
Alle Trauben, auch Rosinen, können bei Hunden zu Nierenversagen führen, oft unumkehrbar. Schon eine einzige Traube oder Rosine kann sehr giftig sein. Wenn ein Hund eine Traube gefressen hat und sich übergibt, bringen Sie ihn so schnell wie möglich zum Tierarzt.

Macadamianüsse
Macadamianüsse sind ein weiteres für Hunde extrem giftiges Lebensmittel. Schon wenige können zu schwerer Krankheit oder sogar zum Tod führen. Hat ein Hund eine Macadamianuss gefressen, achten Sie auf Zittern, Erbrechen, erhöhten Herzschlag und Lähmungen der Hinterbeine. Ein Hund, der eine Macadamianuss gefressen hat, muss sofort zum tierärztlichen Notdienst.
Hefeteig
Wer schon einmal Brot gebacken hat, weiß: Hefe dehnt sich aus und lässt den Teig aufgehen. Dasselbe kann im Verdauungstrakt eines Haustiers passieren, und bei kleinen Tieren kann diese Ausdehnung sogar innere Organe reißen lassen. Haustiere können vollständig gebackene Hefeprodukte unbedenklich fressen, sollten aber von rohem Teig ferngehalten werden.
Obstkerne und Steine
Menschen wissen, dass man Kerne und Steine nicht isst, Tiere nicht. Obststeine können zum Ersticken führen und einen Darmverschluss verursachen. Lassen Sie ein Haustier nie einen Pfirsich- oder Pflaumenkern oder ein Kerngehäuse vom Apfel fressen: Sie enthalten Verbindungen, die Blausäure freisetzen. Schneiden Sie Obst immer klein, bevor Sie es einem Haustier geben, und werfen Sie Kerne in einen Mülleimer, an den Ihr Tier nicht herankommt.
Salz
Zu viel Salz ist für niemanden gut, bei kleinen Tieren kann es aber zu einer lebensbedrohlichen Natriumvergiftung führen. Bewahren Sie Salz immer außer Reichweite von Haustieren auf.
Milchprodukte
Hunde und Katzen lieben Milch, Eis und sogar Käse, Milchprodukte sollten Sie aber vermeiden. Tiere sind nur darauf eingestellt, die Milch ihrer eigenen Art zu verdauen, und eine Laktoseintoleranz kann starke Magenbeschwerden verursachen. Für Haustiere, die Milchprodukte lieben, gibt es spezielle Tierprodukte, die nach Milch schmecken, aber ungefährlich sind.
Knochen anderer Tiere
Knochen können für Haustiere ein toller Zeitvertreib sein, aber nicht alle Knochen sind sicher. Gekochte Knochen können splittern, und kleine Knochen (etwa Hühnerknochen) können ganz verschluckt werden. Diese Stücke können den Darm verstopfen oder sogar innere Verletzungen verursachen.
Giftige Lebensmittel: im Notfall
Haustiere erkunden ihre Welt durch Tasten, Riechen und Schmecken. Spricht sie etwas Essbares an, fressen sie es sofort. Manche Lebensmittel sind völlig unbedenklich, viele Essensreste vom Tisch aber giftig für Haustiere. Wie vorsichtig ein Tierhalter auch ist: Tiere finden immer einen Weg, an etwas zu kommen, das sie nicht haben sollten. Hängen Sie deshalb sicherheitshalber die Nummern Ihres Tierarztes, des nächsten tierärztlichen Notdienstes und des belgischen Antigiftzentrums (070 245 245) an den Kühlschrank. Wenn Sie glauben, dass Ihr Haustier etwas Giftiges gefressen hat, rufen Sie sofort um Hilfe.
Quelle: Tractive Blog
